Fassadenreinigung Kosten: Preise je Quadratmeter
Der Untergrund bestimmt das Verfahren, die Zugangstechnik den Preis - und manchmal ist Reinigung schlicht die falsche Maßnahme.
Fassadenreinigung kostet als Orientierung 2,50 bis 15,00 Euro je Quadratmeter reine Reinigungsleistung, abhängig vom Untergrund. Hinzu kommt die Zugangstechnik, die bei Gebäuden über zwei Geschossen häufig den größeren Teil der Gesamtkosten ausmacht. Eine Klinkerfassade mit 600 Quadratmetern liegt mit Hubarbeitsbühne bei rund 8,70 Euro je Quadratmeter, mit Fassadengerüst bei rund 16,50 Euro. Verbindlich ist nur ein Angebot nach Begutachtung.
- Warum der Quadratmeterpreis allein wertlos ist
- Der Untergrund bestimmt das Verfahren
- Zugangstechnik: der größte Kostenblock
- Rechenbeispiel: Klinkerfassade mit 600 Quadratmetern
- Graffitientfernung
- Denkmalschutz und Genehmigungen
- Wie oft ist eine Fassadenreinigung sinnvoll
- Wann Reinigung nicht mehr hilft
- Wasser, Abwasser und Umweltauflagen
- Häufige Fragen
Warum der Quadratmeterpreis allein wertlos ist
Bei kaum einer anderen Leistung liegen Angebote so weit auseinander wie bei der Fassadenreinigung. Der Grund ist nicht die Reinigung selbst, sondern die Frage, wie die Reinigungskraft an die Fläche kommt. Bei einem eingeschossigen Gebäude reicht eine Teleskopstange vom Boden. Bei einem sechsgeschossigen Wohnblock entscheidet die Wahl zwischen Hubarbeitsbühne, Gerüst und Seilzugang über mehr Geld als das gesamte Reinigungsverfahren.
Ein Angebot, das nur einen Preis je Quadratmeter Fassadenfläche nennt, ist deshalb nicht vergleichbar. Es muss offenlegen, welche Zugangstechnik unterstellt ist, wie viele Einsatztage kalkuliert sind, wer Auf- und Abbau trägt und ob Sperrflächen, Absperrungen oder Genehmigungen für die Nutzung öffentlicher Flächen enthalten sind.
Der zweite Grund für Preisunterschiede ist das Ziel. Fassadenreinigung kann bedeuten: Entfernung von Algen und Grünbelag, Entfernung von Staub- und Rußablagerungen, Entfernung von Graffiti, Vorbereitung für eine Beschichtung oder die Reinigung einer Glasfassade im laufenden Betrieb. Das sind fünf verschiedene Leistungen mit fünf verschiedenen Verfahren.

Zwei Angaben machen ein Fassadenangebot überhaupt erst prüfbar: das Verfahren am Untergrund und die kalkulierte Zugangstechnik mit Einsatztagen.
Der Untergrund bestimmt das Verfahren
Jeder Untergrund hat eine eigene Empfindlichkeit gegenüber Druck, Temperatur und pH-Wert. Wer diese Grenzen überschreitet, erzeugt einen Schaden, der optisch zunächst nach Sauberkeit aussieht und sich erst nach dem nächsten Winter zeigt. Die Tabelle nennt gängige Untergründe mit üblichem Verfahren und dem Preiskorridor für die reine Reinigungsleistung, also ohne Zugangstechnik.
Besonders heikel ist ein Wärmedämmverbundsystem. Der Oberputz ist dünn und liegt auf einem weichen Dämmstoff. Hochdruck über etwa 30 bar oder ein zu naher Düsenabstand zerstört die Struktur und treibt Wasser hinter die Beschichtung. Für WDVS-Fassaden ist ausschließlich Niederdruck mit anschließender algizider Behandlung sinnvoll, und die Wirkung hält erfahrungsgemäß drei bis fünf Jahre.
Bei Klinker und Sichtmauerwerk ist das Fugenbild entscheidend. Mürbe oder ausgewaschene Fugen halten weder Hochdruck noch chemische Reinigung aus. Wird trotzdem gereinigt, entsteht Feuchteeintrag in die Wandkonstruktion. Eine Fugenprüfung vor der Beauftragung dauert eine halbe Stunde und ist die günstigste Position des gesamten Projekts.
Glasfassaden werden mit entsalztem Wasser gereinigt. Das Osmosewasser trocknet rückstandsfrei ab, sodass kein Abziehen und kein Nachtrocknen erforderlich ist. Das senkt den Zeitbedarf deutlich und ist der Grund, warum Glasflächen je Quadratmeter günstiger sind als jede mineralische Fassade.
| Untergrund | übliches Verfahren | Orientierung je m² ohne Zugangstechnik |
|---|---|---|
| Mineralischer Putz | Niederdruck, algizide Behandlung | 4,00 - 9,00 € |
| Klinker und Sichtmauerwerk | Heißwasser-Niederdruck, ggf. chemisch | 4,50 - 12,00 € |
| Sichtbeton | Heißwasser oder Partikelstrahlverfahren | 6,00 - 15,00 € |
| Glasfassade | entsalztes Wasser, Bürstensystem | 2,50 - 6,00 € |
| Metall und Aluminium-Verbund | pH-neutral, kein Strahlverfahren | 3,50 - 8,00 € |
| Wärmedämmverbundsystem | Niederdruck bis 30 bar, algizid | 5,00 - 11,00 € |
Zugangstechnik: der größte Kostenblock
Der Höhenzugang ist bei Gebäuden ab drei Geschossen regelmäßig die größte Einzelposition. Vier Verfahren stehen zur Wahl, und die Entscheidung hängt von Höhe, Aufstellfläche, Fassadengeometrie und Dauer der Arbeiten ab. Sie sollte im Angebot begründet und nicht nur benannt sein.
Ein Fassadengerüst ist bei langen Standzeiten wirtschaftlich und bei komplexen Geometrien oft alternativlos, verursacht aber Auf- und Abbaukosten und eine laufende Standmiete. Eine Hubarbeitsbühne ist bei kurzen Einsätzen und freier Aufstellfläche fast immer günstiger, scheidet aber aus, wenn keine tragfähige Aufstellfläche vor der Fassade vorhanden ist oder Bäume und Vordächer im Weg stehen.
Seilunterstützter Zugang durch Industriekletterer braucht keine Aufstellfläche und keine Standzeit, setzt aber geeignete Anschlagpunkte auf dem Dach voraus. Er rechnet sich bei hohen, schmalen Fassaden und bei punktuellen Arbeiten. Teleskopstangensysteme mit entsalztem Wasser reichen bis etwa 18 Meter und sind für Glasflächen mit ebener Anfahrbarkeit die günstigste Variante überhaupt.
Rechnen Sie bei jeder Variante mit Nebenkosten, die im Angebot stehen müssen: Absperrungen, Verkehrssicherung, Sondernutzungserlaubnis für öffentliche Flächen, Anfahrt der Geräte, Einweisung und gegebenenfalls Nachtzuschläge, wenn im laufenden Betrieb gearbeitet werden muss.
| Zugangstechnik | Abrechnung | Orientierung | geeignet für |
|---|---|---|---|
| Fassadengerüst | je m² Gerüstfläche zzgl. Standzeit | 8,00 - 15,00 € je m² | lange Standzeit, komplexe Geometrie |
| Hubarbeitsbühne bis 22 m | je Einsatztag | 220 - 450 € je Tag | kurze Einsätze, freie Aufstellfläche |
| Seilzugang | je Stunde und Techniker | 65 - 95 € je Stunde | hohe Fassaden, punktuelle Arbeiten |
| Teleskopstange bis 18 m | im Stundensatz enthalten | kein Zusatzgerät | Glasflächen, ebene Anfahrbarkeit |
Rechenbeispiel: Klinkerfassade mit 600 Quadratmetern
Das Beispiel zeigt ein Verwaltungsgebäude in Halle mit einer Klinkerfassade von 600 Quadratmetern und einer Traufhöhe von 14 Metern. Das Fugenbild ist intakt, die Verschmutzung besteht aus Ruß und Grünbelag. Gereinigt wird mit Heißwasser im Niederdruckverfahren zu 5,50 Euro je Quadratmeter, das ergibt 3.300,00 Euro Reinigungsleistung.
In der ersten Variante steht vor der Fassade eine befestigte Fläche, sodass eine Hubarbeitsbühne eingesetzt werden kann. Kalkuliert werden sechs Einsatztage zu 320,00 Euro, also 1.920,00 Euro. Die Gesamtsumme liegt bei 5.220,00 Euro, das entspricht 8,70 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche.
In der zweiten Variante ist die Aufstellfläche nicht tragfähig und ein Fassadengerüst wird erforderlich. Bei 600 Quadratmetern Gerüstfläche und 11,00 Euro je Quadratmeter einschließlich vierwöchiger Standzeit sind das 6.600,00 Euro. Die Gesamtsumme steigt auf 9.900,00 Euro oder 16,50 Euro je Quadratmeter.
Die Differenz von 4.680,00 Euro entsteht ausschließlich aus der Zugangstechnik, bei identischer Reinigungsleistung. Genau deshalb ist die Frage nach der Aufstellfläche das erste, was bei einer Fassadenbegehung geklärt wird - und der Grund, warum Angebote ohne Begehung bei Fassaden noch weniger belastbar sind als bei Innenreinigung.
Wenn ein Gerüst ohnehin für andere Gewerke steht, sinken die Reinigungskosten auf den reinen Leistungsanteil. Koppeln Sie Fassadenreinigung deshalb wenn möglich an geplante Arbeiten an der Gebäudehülle.
Graffitientfernung
Die Graffitientfernung wird nicht nach Fassadenfläche, sondern nach betroffener Fläche abgerechnet, mit einem Mindestbetrag für Anfahrt und Rüstzeit. Der Preiskorridor liegt als Orientierung bei 35 bis 90 Euro je Quadratmeter betroffener Fläche. Die Spanne entsteht aus der Saugfähigkeit des Untergrunds und aus dem Alter der Farbe.
Ein Beispiel: 18 Quadratmeter Klinkerfläche zu 60,00 Euro je Quadratmeter ergeben 1.080,00 Euro, zuzüglich 180,00 Euro für Anfahrt und Rüstzeit, also 1.260,00 Euro. Eine anschließende Schutzbeschichtung zu 28,00 Euro je Quadratmeter kostet für dieselbe Fläche 504,00 Euro und macht die nächste Entfernung erheblich günstiger.
Entscheidend ist die Zeit. Frische Farbe lässt sich mit lösemittelbasierten Gelen und Niederdruck weitgehend rückstandsfrei abnehmen. Nach Monaten ist das Bindemittel in den Untergrund eingezogen, und es bleibt häufig ein Schattenbild zurück, das nur durch Abtrag oder Überbeschichtung verschwindet. Bei Sichtbeton und saugendem Putz ist dieser Effekt am stärksten.
Für Objekte mit wiederkehrendem Befall ist eine Opferschicht die wirtschaftlichere Lösung. Sie wird bei der Entfernung mit abgenommen und anschließend neu aufgetragen. Voraussetzung ist eine geeignete Grundierung; ob die vorhandene Fassade dafür trägt, klärt eine Probefläche.
Denkmalschutz und Genehmigungen
In Halle, Naumburg, Zeitz, Eisleben und Querfurt steht ein erheblicher Teil der Innenstadtbebauung unter Denkmalschutz. Bei einem eingetragenen Baudenkmal ist die Reinigung der Fassade in der Regel genehmigungspflichtig, weil sie das Erscheinungsbild verändert und den historischen Bestand berühren kann. Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt oder des Landkreises.
Praktisch bedeutet das: Verfahren, Mittel und Druck werden vorab abgestimmt, häufig auf Grundlage einer Musterfläche. Strahlverfahren und saure Reiniger sind an historischem Sandstein und Ziegel oft ausgeschlossen. Zulässig sind meist nur Niederdruck, Dampf oder Partikelverfahren mit weichem Strahlmittel, was den Zeitbedarf und damit den Preis deutlich erhöht.
Rechnen Sie außerdem mit einem längeren Vorlauf. Von der Anfrage über die Musterfläche bis zur Freigabe vergehen erfahrungsgemäß mehrere Wochen. Wer eine Fassadenreinigung an einem Denkmal für das Frühjahr plant, sollte die Abstimmung im Herbst beginnen.
Unabhängig vom Denkmalschutz kann eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich sein, wenn Gerüst, Hubarbeitsbühne oder Absperrung öffentliche Verkehrsflächen in Anspruch nehmen. Diese Erlaubnis ist gebührenpflichtig und gehört als eigene Position ins Angebot, nicht in eine Sammelposition für Nebenkosten.
Wie oft ist eine Fassadenreinigung sinnvoll
Ein fester Rhythmus lässt sich für Fassaden nicht allgemein angeben, weil Standort und Ausrichtung stärker wirken als das Alter des Gebäudes. Nordseiten und verschattete Flächen begrünen deutlich schneller als Südseiten. Fassaden an stark befahrenen Straßen setzen Ruß an, Fassaden im Umfeld von Produktionsstandorten je nach Emissionslage auch Stäube und Aerosole.
Als Orientierung gilt: Glasfassaden im Bürobetrieb werden zwei- bis viermal jährlich gereinigt, weil hier das Erscheinungsbild unmittelbar wirkt. Mineralische Fassaden mit algizider Nachbehandlung halten drei bis fünf Jahre. Klinker und Sichtbeton werden meist anlassbezogen gereinigt, etwa vor Vermietung, vor einer Fotodokumentation oder im Zuge anderer Arbeiten an der Gebäudehülle.
Wirtschaftlich sinnvoll ist die Kopplung an ohnehin geplante Maßnahmen. Steht ein Gerüst für Dach-, Fenster- oder Malerarbeiten, entfällt der größte Kostenblock. Ein Objektplan, in dem Fassadenreinigung, Dachrinnenreinigung und Glasreinigung mit ihren Intervallen nebeneinanderstehen, macht solche Bündelungen sichtbar und senkt die Kosten über mehrere Jahre spürbar.
Punktuelle Einsätze außerhalb dieses Rhythmus - Graffiti, Vandalismus, Sturmschäden, Verschmutzung durch Baumaßnahmen der Nachbarschaft - werden als Sonderreinigung nach Aufwand abgerechnet. Vereinbaren Sie dafür im Rahmenvertrag einen Stundensatz und eine Reaktionszeit, dann entfällt bei jedem Anlass die erneute Angebotsrunde.
Wann Reinigung nicht mehr hilft
Nicht jede optisch beeinträchtigte Fassade ist ein Reinigungsfall. Es gibt Schadensbilder, bei denen Reinigung entweder wirkungslos bleibt oder den Zustand verschlechtert. Eine ehrliche Einschätzung an dieser Stelle spart Ihnen einen Auftrag, der zwangsläufig zu Unzufriedenheit führt.
Ausblühungen aus dem Mauerwerk sind ein Feuchteproblem, kein Schmutzproblem. Sie kommen nach der Reinigung wieder, solange die Ursache besteht. Kreidende Anstriche lassen sich nicht reinigen, weil das Bindemittel bereits zerfallen ist; hier hilft nur ein neuer Anstrich mit passender Beschichtung. Risse im Putz und Hohlstellen unter dem Oberputz sind Sanierungsfälle, bei denen Wassereintrag den Schaden vergrößert.
Auch bei starkem Algen- und Moosbefall ist die Frage berechtigt, ob Reinigung die richtige Antwort ist. Wenn die Nordfassade dauerhaft feucht bleibt, weil Bewuchs zu nah steht oder ein Dachüberstand fehlt, kehrt der Befall innerhalb von zwei bis drei Jahren zurück. Die günstigere Maßnahme ist dann der Rückschnitt oder eine bauliche Korrektur, nicht die wiederkehrende Reinigung.
Als Faustregel gilt: Reinigung ist sinnvoll, wenn der Untergrund intakt und die Verschmutzung oberflächlich ist. Sobald das Material selbst geschädigt ist, ist die Reinigung höchstens eine Vorstufe zur Sanierung und sollte auch so beauftragt und bezahlt werden.
Wasser, Abwasser und Umweltauflagen
Fassadenreinigung erzeugt Abwasser, das je nach Verfahren Reinigungsmittel, Biozide, Farbreste oder abgelöstes Material enthält. Dieses Wasser darf in der Regel nicht ungefiltert in die Kanalisation oder ins Erdreich gelangen. Bei Graffitientfernung und beim Einsatz algizider Mittel ist eine Auffangung mit Filterung oder Entsorgung als Abfall üblich.
Für die Kalkulation bedeutet das eine eigene Position: Auffangwanne oder Schlammsauger, Filterung, Entsorgungsnachweis. Angebote, in denen diese Position fehlt, sind entweder unvollständig oder rechnen damit, dass niemand nachfragt. Bei Objekten in Wasserschutzgebieten - im Saalekreis und im Umfeld der Saaleaue nicht selten - ist die Anforderung strenger und sollte vorab mit der zuständigen Behörde geklärt werden.
Ein zweiter Punkt betrifft algizide Mittel. Sie sind Biozidprodukte und unterliegen entsprechenden Anwendungsvorschriften. Sie wirken zuverlässig, sind aber nicht in jeder Umgebung zulässig, etwa in unmittelbarer Nähe zu Gewässern oder auf Flächen mit Kinderaufenthalt. Lassen Sie sich das vorgesehene Produkt mit Sicherheitsdatenblatt nennen, bevor Sie beauftragen.
Der dritte Punkt ist der Wasserverbrauch. Heißwasserverfahren und Osmoseanlagen brauchen einen Wasseranschluss mit ausreichender Leistung. Ist keiner verfügbar, wird mit Tank gearbeitet, was Fahrten und Standzeiten erzeugt. Klären Sie Wasser- und Stromanschluss vor der Angebotsabgabe; beides gehört ins Leistungsverzeichnis.
- Untergrund, Verfahren, maximaler Druck und pH-Wert benannt
- Zugangstechnik mit Anzahl der Einsatztage und Standzeit ausgewiesen
- Auf- und Abbau, Absperrung und Sondernutzungserlaubnis als eigene Positionen
- Abwasserfassung, Filterung und Entsorgungsnachweis kalkuliert
- Musterfläche vor Ausführung, bei Denkmalen verbindlich
- Wasser- und Stromanschluss geklärt, sonst Tank- und Aggregatkosten
- Nachweis Betriebshaftpflicht und Qualifikation für Höhenarbeiten
Häufige Fragen
Die reine Reinigungsleistung liegt als Orientierung bei 2,50 bis 15,00 Euro je Quadratmeter, abhängig vom Untergrund. Glasfassaden sind am günstigsten, Sichtbeton am teuersten. Hinzu kommt die Zugangstechnik, die bei Gebäuden ab drei Geschossen häufig den größeren Teil der Gesamtkosten ausmacht. Verbindliche Preise entstehen erst nach einer Begehung.
Weil beim Gerüst Auf- und Abbau sowie die Standzeit bezahlt werden, unabhängig von der eigentlichen Arbeitszeit. Im Rechenbeispiel mit 600 Quadratmetern Klinkerfassade kostet die Variante mit Hubarbeitsbühne 5.220 Euro, die Variante mit Gerüst 9.900 Euro - bei identischer Reinigungsleistung. Ein Gerüst lohnt sich bei langen Standzeiten oder komplexer Geometrie.
Als Orientierung 35 bis 90 Euro je Quadratmeter betroffener Fläche, zuzüglich eines Mindestbetrags für Anfahrt und Rüstzeit. Der Preis hängt von der Saugfähigkeit des Untergrunds und vom Alter der Farbe ab. Bei wiederkehrendem Befall ist eine Schutzbeschichtung als Opferschicht wirtschaftlicher als jede erneute Entfernung.
Nein. Der Oberputz eines Wärmedämmverbundsystems ist dünn und liegt auf weichem Dämmstoff. Druck über etwa 30 bar oder ein zu naher Düsenabstand zerstört die Struktur und treibt Wasser hinter die Beschichtung. Zulässig ist Niederdruck mit anschließender algizider Behandlung; die Wirkung hält erfahrungsgemäß drei bis fünf Jahre.
Bei eingetragenen Baudenkmalen ist die Fassadenreinigung in der Regel genehmigungspflichtig, weil sie das Erscheinungsbild verändert. Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde. Verfahren, Mittel und Druck werden meist auf Grundlage einer Musterfläche abgestimmt. Planen Sie mehrere Wochen Vorlauf ein. Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung.
Wenn nicht der Schmutz, sondern das Material das Problem ist. Ausblühungen sind ein Feuchteproblem und kehren zurück, kreidende Anstriche lassen sich nicht reinigen, Risse und Hohlstellen im Putz verschlimmern sich durch Wassereintrag. In diesen Fällen ist Reinigung höchstens eine Vorstufe zur Sanierung.
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