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Bau, Sanierung und Grundreinigung

Bodensanierung und Bodenbeschichtung für Gewerbeobjekte

Linoleum, PVC, Kautschuk und Estrich: Grundreinigung, Grundierung, Beschichtung oder Kristallisation im laufenden Betrieb.

Kurz gesagt

Bodensanierung stellt abgenutzte Beläge wieder her, statt sie auszutauschen. HEICO reinigt, grundiert und beschichtet Linoleum, PVC, Kautschuk, Estrich und Naturstein in Objekten zwischen Halle, Leipzig und Bitterfeld. Der Aufwand richtet sich nach Belagsart, Altbeschichtung, Fläche und geforderter Rutschhemmung. Gearbeitet wird meist nachts oder am Wochenende, weil Grundierung und Beschichtung je zwei bis vier Stunden Trocknungszeit brauchen.

Ein abgenutzter Hallenboden oder ein stumpfer Linoleumbelag im Schulflur ist selten ein Fall für den Austausch. In den meisten Objekten reicht eine Grundreinigung bis auf den Belag, gefolgt von einem passenden Aufbau aus Grundierung und Pflegefilm. Für elastische Beläge arbeiten wir mit Polymerdispersionen und mit Bona-Systemen, für Naturstein und Terrazzo mit Kristallisation. Entscheidend ist die Voranalyse: Belagsart, Alter, vorhandene Altschichten und die Frage, welche Rutschhemmung der Bereich nach DGUV-Regel 108-003 halten muss. Erst danach steht fest, ob eine Beschichtung überhaupt sinnvoll ist oder ob eine kräftige Einpflege genügt. Wir arbeiten zwischen Halle, Merseburg, Leuna und Leipzig überwiegend in Nacht- und Wochenendfenstern, damit der Betrieb am Montag wieder läuft.

Bodenschleifmaschine auf rohem Betonboden in einem Rohbau
Schleifen statt Überpflegen: bei verbrauchten Belägen ist die Sanierung günstiger als jede weitere Beschichtung. Symbolbild.

Leistungsumfang: Bodensanierung und Beschichtung

Der Umfang wird im Leistungsverzeichnis festgeschrieben, nicht mündlich vereinbart. Diese Bausteine gehören bei dieser Leistung zum Standard:

Belagsanalyse und Musterfläche

Wir bestimmen Belagsart, Altbeschichtung und Restschichtdicke und legen eine Musterfläche von mindestens 10 m² an. Erst nach Freigabe der Musterfläche wird die Gesamtfläche bearbeitet.

Grundreinigung bis auf den Belag

Beschichtungsentferner oder alkalische Grundreiniger, Einscheibenmaschine mit passendem Pad, Nassabsaugung und mindestens zwei Klarwassergänge. Textile Flächen im Randbereich werden per Sprühextraktion behandelt.

Grundierung und Schichtaufbau

Auf saugende oder unruhige Untergründe kommt eine Grundierung, danach zwei bis vier Schichten Polymerdispersion. Jede Schicht braucht ihre Trocknungszeit, üblich sind 45 bis 90 Minuten je Lage.

Bona-Systeme für elastische Beläge

Für Linoleum und Kautschuk setzen wir schleifende Systeme mit anschließender Zweikomponenten-Versiegelung ein. Das ergibt eine deutlich standfestere Oberfläche als eine reine Polymerbeschichtung.

Kristallisation für Naturstein

Marmor, Kalkstein und Terrazzo werden mit fluosilikathaltigen Mitteln und Stahlwollpad kristallisiert. Die Oberfläche wird verdichtet statt beschichtet und bleibt diffusionsoffen.

Estrich und Betonböden

Betonhaltige Böden in Hallen und Tiefgaragen werden gereinigt, imprägniert oder mit Silikatverfestiger behandelt. Bei stark bindemittelarmen Estrichen prüfen wir vorab die Tragfähigkeit.

Rutschhemmung nach R-Klassen

Wo eine Bewertungsgruppe nach DGUV-Regel 108-003 gefordert ist, kommen Antirutschzusätze oder Struktursysteme zum Einsatz. Die erreichte R-Klasse wird im Abnahmeprotokoll festgehalten.

Einpflege und Folgekonzept

Nach der Sanierung legen wir Pflegemittel, Padfarben und Intervalle für die Unterhaltsreinigung fest. Ohne passende Einpflege ist jede Beschichtung nach zwei Jahren wieder Thema.

Leistungsverzeichnis Position für Position

So sieht ein belastbares Leistungsverzeichnis aus: jede Position mit Text und Rhythmus. Genau in dieser Form bekommen Sie es von uns, und genau in dieser Form lässt es sich prüfen und vergleichen.

Voruntersuchung

Belagsbestimmung, Prüfung auf Altbeschichtung, Feuchtemessung bei Estrich, Musterfläche mit Freigabe durch den Auftraggeber

einmalig vor Ausführung
Räumen und Schutz

Mobiliar rücken oder auslagern, Sockelleisten und Türzargen abkleben, angrenzende Bereiche mit Folie und Vlies schützen

je Bauabschnitt
Grundreinigung

Auftrag des Grundreinigers, Einwirkzeit, maschinelle Bearbeitung mit Einscheibenmaschine oder Scheuersaugmaschine, Nassabsaugung, zwei Klarwassergänge

einmalig je Sanierung
Neutralisation

pH-Neutralisation bei alkalisch gereinigten Linoleumflächen, Kontrolle mit Teststreifen, Protokoll des Messwerts

bei Linoleum verbindlich
Grundierung

Auftrag der Grundierung im Kreuzgang, Trocknungszeit nach Herstellerangabe, Sichtkontrolle auf Fehlstellen

je nach Untergrund
Beschichtung

Zwei bis vier Lagen Polymerdispersion im Wechselgang, Zwischentrocknung je Lage, Randbereiche von Hand

einmalig je Sanierung
Versiegelung Bona

Schleifgang mit Diamantpad, Absaugung, Auftrag der Zweikomponenten-Versiegelung in zwei Lagen, Aushärtung über Nacht

bei Linoleum und Kautschuk
Kristallisation

Auftrag des Kristallisationsmittels, Bearbeitung mit Stahlwollpad, Absaugung des Schleifschlamms, Politur

bei Naturstein und Terrazzo
Rutschhemmung

Einarbeitung des Antirutschadditivs in die Deckschicht, Dokumentation der angestrebten Bewertungsgruppe im Protokoll

wo gefordert
Abnahme

Gemeinsame Begehung, Abnahmeprotokoll, Übergabe des Pflegeplans mit Mittel, Dosierung und Padfarbe

zum Abschluss

Preise und Rechenbeispiele

Preisrahmen Bodensanierung und Beschichtung
Abrechnungseinheit
je m² einmalig
Korridor
7,50 € bis 22,00 €
Grundlage
Objektbegehung mit Aufmaß und Leistungsverzeichnis
Angebotsdauer
Angebot in der Regel innerhalb von 48 Stunden nach der Begehung
BeispielobjektRechenwegGrößenordnung
Schulflure, PVC, 1.400 m², Grundreinigung und zwei Lagen Polymerbeschichtung1.400 m² x 9,50 €13.300 € einmalig
Verwaltungsflur, Linoleum, 480 m², Bona-System mit Schliff und Zweikomponenten-Versiegelung480 m² x 19,00 €9.120 € einmalig

Nach oben bewegen den Korridor alte Beschichtungsreste, Möblierung, kleinteilige Grundrisse, geforderte Rutschhemmung und Zweikomponenten-Versiegelungen; nach unten große zusammenhängende, leergeräumte Flächen. Die Werte sind Orientierungswerte aus vergleichbaren Objekten und ersetzen kein Angebot.

Vom ersten Kontakt bis zum ersten Einsatz

01
Schritt 01

Begehung und Musterfläche

Wir sehen uns den Belag vor Ort an, bestimmen Altbeschichtung und Zustand und legen eine Musterfläche an. Sie sehen das Ergebnis, bevor Sie entscheiden.

02
Schritt 02

Leistungsverzeichnis

Sie erhalten ein positionsweises Leistungsverzeichnis mit Flächen, Verfahren, Schichtaufbau und Trocknungszeiten. Nachträge entstehen nur bei Befunden, die vorher nicht sichtbar waren.

03
Schritt 03

Ausführung im Zeitfenster

Die Arbeiten laufen abschnittsweise in Nacht-, Wochenend- oder Ferienfenstern. Jeder Abschnitt wird begehbar übergeben, bevor der nächste beginnt.

04
Schritt 04

Abnahme und Pflegeplan

Nach der Abnahme übergeben wir einen Pflegeplan mit Mitteln, Dosierung und Intervallen. Auf Wunsch übernimmt HEICO die anschließende Unterhaltsreinigung.

Leere Industriehalle mit spiegelndem, versiegeltem Boden und gelber Bodenmarkierung
Nach Schliff und Versiegelung: geschlossene Oberfläche, erkennbare Fahrwegmarkierung, wieder reinigbar. Symbolbild.

Objekte, die wir betreuen

  • Schulen, Turnhallen und Kitas mit Linoleum- und PVC-Flächen
  • Verwaltungsgebäude mit Kautschuk- und Designbelägen
  • Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen
  • Produktions- und Lagerhallen mit Estrich- oder Betonböden
  • Eingangs- und Foyerflächen mit Naturstein oder Terrazzo
  • Treppenhäuser und Laubengänge in Wohnanlagen
  • Verkaufsflächen im Einzelhandel
  • Tiefgaragen und Technikbereiche

Worauf Sie bei der Vergabe achten sollten

Die folgenden Punkte entscheiden häufiger über die Zufriedenheit als der Quadratmeterpreis.

Hinweis

Beschichtung ist nicht immer die Lösung

Auf stark verformten oder durchgelaufenen Belägen hält keine Beschichtung dauerhaft. Wenn die Nutzschicht durch ist, sagen wir das und empfehlen Austausch statt Sanierung.

Hinweis

Linoleum verträgt keine hohen pH-Werte

Stark alkalische Grundreiniger greifen die Oberfläche an und lassen sie vergilben. Wir arbeiten mit linoleumgeeigneten Mitteln und neutralisieren anschließend nachweisbar.

Hinweis

Trocknungszeiten sind nicht verhandelbar

Wer eine frisch beschichtete Fläche zu früh belastet, bekommt Abdrücke und Schleier. Planen Sie je Lage 45 bis 90 Minuten und für die Vollbelastbarkeit bis zu 72 Stunden ein.

Hinweis

Rutschhemmung geht auf Kosten der Pflege

Strukturierte Antirutschoberflächen sind schwerer zu reinigen als glatte. Fordern Sie die R-Klasse nur dort, wo sie nach Gefährdungsbeurteilung wirklich nötig ist.

Hinweis

Ohne Einpflege ist das Geld verbrannt

Eine Sanierung ohne abgestimmten Pflegeplan hält oft keine zwei Jahre. Klären Sie vorab, wer mit welchem Mittel und in welchem Intervall nachpflegt.

Häufige Fragen: Bodensanierung und Beschichtung

Als Orientierung liegen gewerbliche Bodensanierungen zwischen 7,50 € und 22,00 € je m². Eine Grundreinigung mit zwei Lagen Polymerbeschichtung bewegt sich am unteren Rand, ein geschliffenes Bona-System mit Zweikomponenten-Versiegelung am oberen. Der verbindliche Preis ergibt sich erst aus dem Leistungsverzeichnis mit Belagsart, Fläche, Möblierungsgrad und geforderter Rutschhemmung.

Begehbar ist eine Polymerbeschichtung meist nach zwei bis vier Stunden nach der letzten Lage. Voll belastbar, also für Rollcontainer, Reinigungsmaschinen und Möbelrücken, ist sie erst nach 48 bis 72 Stunden. Bei Zweikomponenten-Versiegelungen planen wir die Aushärtung über Nacht und geben die Fläche am Folgetag frei.

In der Regel ja, solange die Nutzschicht intakt ist. Ein neuer Linoleum- oder PVC-Belag liegt inklusive Ausbau, Untergrundvorbereitung und Verlegung deutlich über den Sanierungskosten und bedeutet mehrere Tage Nutzungsausfall. Ist der Belag durchgelaufen, gerissen oder feucht unterwandert, hilft nur der Austausch.

Kristallisation ist ein chemisch-mechanisches Verfahren für kalkhaltige Natursteine wie Marmor, Kalkstein und Terrazzo. Ein fluosilikathaltiges Mittel reagiert unter Stahlwollpad mit der Oberfläche und verdichtet sie. Anders als eine Beschichtung bleibt der Stein diffusionsoffen, die Oberfläche wird glänzend und deutlich abriebfester. Für elastische Beläge ist das Verfahren nicht geeignet.

Maßgeblich ist die DGUV-Regel 108-003. Büro- und Verkehrsflächen kommen meist ohne besondere Anforderung aus, Küchen, Nassbereiche und Werkstätten benötigen je nach Nutzung R11 bis R12, teils mit Verdrängungsraum. Welche Bewertungsgruppe gilt, ergibt sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung. Wir setzen die Vorgabe um und dokumentieren sie im Abnahmeprotokoll.

Ja, üblicherweise abschnittsweise. Wir arbeiten in Nacht-, Wochenend- und Ferienfenstern und übergeben jeden Abschnitt begehbar, bevor der nächste beginnt. In Schulen liegen die Sommerferien am günstigsten, in Verwaltungen die Wochenenden, in Produktionsbetrieben geplante Anlagenstillstände. Voraussetzung ist, dass Mobiliar rechtzeitig geräumt wird und die Flächen für die Dauer der Trocknung zuverlässig gesperrt bleiben. Beides stimmen wir vorab mit der Objektleitung ab.

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